Christoph Schnauß


Öffentliches

Lyrik

AUGUST

Die Linden stehn verblüht, und Gräser trocknen
Auf längst vergilbten Wiesenflächen.
Der Sommer war zu groß. Und übers Land
Weht nur ein wolkenloser Hauch, wie durch die Städte,

Die kaum noch atmen möchten. Ferienzeit.
Gelächter springen auf, Gerüche schwingen
Durch alle Träume. Auf der Hand
Liegt nichts, was nicht schon dort gelegen hätte.

Es ist ein Blitz, der durch die Wolken schneidet.
Es ist ein Grollen in der Ferne, das verglimmt.
Der Regen wird noch kommen, kühl und schwer.

Fraktale Welt voll Abend, die Bewegung meidet.
Es sind die Gletscher, die jetzt schmelzen. Wer
Noch Fragen hatte, fragt danach nicht mehr.

fraktale Grafik