Christoph Schnauß


Öffentliches

Lyrik

OSTERN AN DER MÜRITZ

Rißloses Grau jetzt; am Morgen noch waren die Nebel
Zwischen den Bäumen einhergezogen. Da tönte
Es von den Schwingen der Schwäne und Rascheln
Schwang um das alte Schilf und die Weiden
Standen, als ob hier ein Märchen erzwungen
Würde - ein schönes aus niegewesenen Teilen:
Aus Bleßhühnerrufen und Lachmöwenschreien,
Aus Wellenschlägen und Miesmuschelschalen,
Aus Eisschollenresten und ahnbarem Läuten
Aufsteigender Glocken. Und wenn am Mittag
Die Wolkendecke sich aufspalten würde ein Märchen
Von einem der auszog

15.4.1986

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