Christoph Schnauß


Öffentliches

Geräte Weinballons

Ein paar Geräte und andere Kleinigkeiten brauchen Sie natürlich. Zuerst selbstverständlich einen passenden Weinballon. Es gibt diese Ballons in verschiedenen Größen: 5 Liter, 10 Liter, 20 Liter, 30 Liter, 50 Liter. Nehmen Sie nicht gleich den größten, 50 Liter-Ballons sind nicht leicht zu handhaben. Und es muß auch nicht unbedingt ein Glasballon sein. Im Handel gibt es Plastikfässer, die ebenfalls gut geeignet sind.

Glasballons haben den Vorteil, daß sie generell lebensmittelecht sind. Aber sie sind schwer, schlagempfindlich, können zerbrechen und sind nicht leicht zu reinigen. Sie werden Ihre Glasballons also im wesentlichen zur Lagerung Ihrer Weine einsetzen, für diesen Zweck sind Glasballons unabdingbar. Getöntes, also braunes oder grünes Glas ist zur Lagerung heller Weine vorzuziehen, weil manche Weine lichtempfindlich sein können.

Bei Plastikgefäßen muß man sich vergewissern, daß sie lebensmitteltauglich sind. Speziell für die Weinherstellung gefertigte Fässer sind das eigentlich immer. Plastikfässer sind wesentlich leichter als Glasballons, stabil, und aufgrund der großen Öffnung einfach zu reinigen. Allerdings können sie im Lauf von Jahren nachdunkeln, und auf molekularer Ebene können flüssige und gasförmige Stoffe in das Material eindringen - man nennt das Permeation. Es kann passieren, daß ein Plastikbehälter nach längerer Benutzungszeit zu "riechen" beginnt.

Man sollte also Plastikfässer nicht für lange Zeit zum Lagern eines fertig vergorenen Weins nutzen. Ich nehme sie zum Ansetzen meines Weins und während der ersten "stürmischen" Gärungsphase. Nach etwa vier Wochen, wenn der junge Wein zum erstenmal umgesetzt resp. abgestochen werden muß, kommt er dann in einen Glasballon. Allerdings sind Plastikfässer undurchsichtig, was während der Gärungsphase ärgerlich ist, da man eine Sichtkontrolle braucht und zum Nachschauen den Deckel abschrauben muß, wodurch sich eigentlich unerwünschter Luftzutritt ergibt.

In der kommerziellen Weinwirtschaft der großem "Chateaus" werden die (bekannten) großen Holzfässer zur Lagerung genutzt, vermutlich kennen Sie den Begriff Barrique. Auch für Hobbywinzer werden gelegentlich Holzfässer angeboten. Aber sie sind sehr teuer, und der Umgang mit Holzfässern und ihre Pflege sind nicht ganz einfach. Für den Anfang sind Holzfässer daher überhaupt nicht zu empfehlen.